Das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) vergibt drei Stiftungsprofessuren in einer Gesamthöhe von vier Millionen Euro zur Förderung des Industriestandorts Österreich. Alle österreichischen Universitäten waren eingeladen sich in den Themenbereichen Produktionsforschung, Industrie 4.0 und Materialwissenschaften zu bewerben. Das internationale Gremium hat sich nun unter anderem für die Professur „Advanced Manufacturing“ des Konsortiums der Universität Innsbruck entschieden.

Die Getzner Textil AG, Fussenegger und Grabher Textilveredelung, Benninger AG, Alge Elastic, Schoeller GmbH und der Verein zur Förderung der Forschung und Entwicklung in der Textilwirtschaft unterstützen die Professur. Dabei entwickeln die Wissenschaftler neue Produktionstechniken für die Herstellung von flexiblen technischen Textilien, Leichtbaustrukturen, textilverstärkten Verbundstoffen, Sensoren und textilen Elektroden. „Durch die vielen Möglichkeiten, unterschiedlichste textile Verbundwerkstoffen und faserverstärkte Konstruktionen herzustellen, bieten diese Materialien ein einzigartiges Potenzial für viele technisch innovative Anwendungen und neue Funktionselemente“, erklärt Prof. Thomas Bechtold, Leiter des Forschungsinstituts für Textilchemie und Textilphysik der Universität Innsbruck.

Weitere Stiftungsprofessuren erhielten die Montanuniversität Leoben im Bereich „Hochleistungswerkstoffe“ sowie das Konsortium der TU Wien im Bereich Industrie 4.0. Die zuletzt genannte Professur wird von der Marshallplan-Jubiläumsstiftung gefördert und soll US-amerikanische ProfessorInnen nach Österreich bringen.

Ziel der Stiftungsprofessuren ist es, Forschungskompetenzen und das Lehrangebot der Universitäten zu relevanten Forschungsthemen nachhaltig aufzubauen. Zudem will das BMVIT Kooperationen von Wissenschaft und Industrie fördern und einem möglichen TechnikerInnen-Mangel entgegen wirken.

Im kommenden Jahr, im März 2015, wird das BMVIT erneut eine Stiftungsprofessur im Bereich Industrie 4.0 vergeben. „Wir haben ausgezeichnete Ausgangsbedingungen. Österreich ist unter den Top-3 der europäischen Frontrunner, was den Reifegrad für Industrie 4.0 betrifft. Darauf werden wir uns aber nicht ausruhen.", sagt Technologieminister Alois Stöger. Österreichs Sachgüterproduktion soll schließlich auch in Zukunft wettbewerbsfähig bleiben und im internationalen Wettbewerb mit Niedriglohnländern bestehen.

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